„Butter, Vieh, Vernichtung“ - Rahmenprogramm am 16. September
Sie zeigt, wie der Agrarsektor in die Kriegswirtschaft eingebunden wurde, welche Rolle bäuerliche Betriebe spielten und wie die rassistische „Blut-und-Boden“-Ideologie die ländliche Gesellschaft prägte. Gleichzeitig wird thematisiert, wie Zwangsarbeit oder die Vertreibung von jüdischen Landwirten und Geschäftsleuten sowie anderen Verfolgten zur Realität der NS-Zeit gehörten.
Fünf Themenbereiche – von der „Stube“ über „Stall“ und „Produktion“ bis zum „Dorfplatz“ und zu „NS-Gewaltorten“ – geben Einblicke in das Leben unter dem Hakenkreuz. Persönliche Schicksale aus der Region machen Geschichte greifbar. Historische Fotos und neue Forschungsergebnisse zeigen unter anderem, wie regionale Lebensmittel für die Wehrmacht genutzt wurden und wie ZwangsarbeiterInnen auf den Bauernhöfen arbeiten mussten.
Der Besuch der Ausstellung ist im Museumspreis enthalten und möglich zu den Öffnungszeiten Di–So, 10:00–18:00 Uhr.
Die Sonderausstellung zeigt einen Teil der Wanderausstellung „Butter, Vieh, Vernichtung – Nationalsozialismus und Landwirtschaft im Allgäu“, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts entstanden ist. Schirmherrschaft: Bundesfinanzminister a. D. Dr. Dr. h. c. Theo Waigel, ein Projekt der Bildungsagenda NS-Unrecht 2024 bis 2025.
Rahmenprogramm:
Führung durch die Sonderausstellung "Butter, Vieh, Vernichtung" mit Initiatorin Dr. Veronika Heilmannseder
Termin: Samstag, 19. September, 11:00 Uhr
Kosten: 4 Euro
Anmeldung: im AlpenStadtMuseum unter Tel. 08321/3300 oder E-Mail alpenstadtmuseum@sonthofen.de